Prof. Dipl.Ing. Ernst Gehmacher

 

Vortrag:
Sozialkapital als Glücksfaktor

Die Wissenschaft hat vieles messbar gemacht hat - auch das Sozialkapital und sogar das Glück. Damit wird das Bild der „conditio humana“ deutlicher, schärfer. Einige neue Einblicke aus der jüngsten Forschung seien skizziert.

Alter macht an sich glücklich - wenn man schmerzfrei, gesellig und aktiv bleibt. Doch die soziale Klimakatastrophe droht. Jahr für Jahr büßen wir 1 bis 2 Prozent an Gemeinschaft ein - im Trend der Mobilisierung und Flexibilisierung. Und das kostet Glück. Wir haben nicht zu viele Kinder fürs Glücklichsein, aber immer mehr psychisch labile und unglückliche Kinder - in Folge des Sozialkapital-Rückgangs bei der erziehenden Generation. Die Politik setzt auf das falsche Pferd: noch mehr Einkommen und noch mehr Konsum machen kaum glücklicher - was fehlt ist beglückende Arbeit in einem glücklichen sozialen Umfeld.

Prof. Gehmacher ist geboren am 6. August 1926 in Salzburg.
Studium der Landwirtschaft, Soziologie und Psychologie in Wien
1951 - 1957 landwirtschaftlicher Angestellter (Guts-Adjunkt) in Niederösterreich
1957 - 1962 Redakteur der Wiener „Arbeiter-Zeitung“
1963 - 1965 Konsulent der europäischen Zweigstelle der General Teaching Corporation
1965 - 1995 IFES - Institut für empirische Sozialforschung:
- ab 1968     wissenschaftlicher Leiter
- ab 1976     Geschäftsführer
1996 Gründung des BOAS - Büro für die Organisation angewandter Sozialfor-
schung GesmbH , Geschäftsführung
1970 heute Lektor an der TU Wien
1997 - 1999 Geschäftsleitung des ÖIBF - Österreichisches Institut für Berufsbildungsfor-
schung
1999 Gründung des abif – Analyse, Beratung und interdisziplinäre Forschung
1999/2000 wissenschaftlicher Leiter der PLG – Paul Lazarsfeldgesellschaft
2002+ österreichischer Vertreter im OECD-Programm "Measuring Social Capital"; Sozialkapialforschung in Kommunen, Unternehmen, Pfarren, Vereinen und Schulen.
Forschungsschwerpunkte in den Themenbereichen Modellierung sozialer Systeme, Policy
Research, Methodologie der Umfrageforschung, Bildungsforschung, Medienforschung
     
 

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