Dr. Michael Utsch

 

Vortrag:
Religiöse und spirituelle Wege zu Glück und Wohlbefinden

Neuere Befunde der religionspsychologischen Gesundheitsforschung belegen eindeutig den Stellenwert von Religiosität und Spiritualität als Bewältigungshilfe und Gesundheitsprophylaxe. Der Beitrag stellt dazu einige aktuelle Forschungsergebnisse vor. Als ein zentraler Befund ergibt sich, dass sich die Wahrnehmung von Glück nur als ein Nebeneffekt von wertoriertem Handeln einstellt, niemals aber auf direktem Wege zielgenau und funktional erreicht werden kann. Glück widersetzt sich jeder ökonomischen Verwertung und steht daher im Gegensatz zu dem weitverbreiteten konsumorientierten Ethos. Wenn Glück funktionalisiert wird, droht der Verlust des gewünschtne Effekts. Insofern ist ein behutsames und reflektiertes Vorgehen empfehlenswert. Andere Strategien werden als Mode-Erscheinungen verschwinden.

 

Michael Utsch, geb. 1960 in Gießen, Dr. phil., verheiratet, 3 Kinder. Studium der evangelischen Theologie, Diplom-Psychologe, approbierter Psychotherapeut. Klinische Tätigkeiten in der Rehabilitation Suchtkranker und in der Psychosomatik von 1990-1996. 1995 Promotion in Psychologie mit einer Arbeit über "Grundmerkmale wissenschaftlicher Religionspsychologie". Seit 1997 wissenschaftlicher Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen.
     
Seine website: http://www.ekd.de/ezw/wirueberuns_dr_michael_utsch.php

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